Ein Haus mit hundert Jahren Geschichte — jetzt Teil der Caritas Altenhilfe

Mit der Schlüsselübergabe trägt das Haus einen neuen Namen: Caritas-Seniorenzentrum St. Theresien. Was sich ändert, ist der Träger. Was bleibt, ist vieles andere — und das ist keine Floskel, sondern eine Entscheidung.
Seit 100 Jahren in Schöneiche
1926 erwarb die Kongregation der Thuiner Franziskanerinnen das Haus in der Goethestraße und richtete es zunächst als Erholungsheim für Ordensschwestern ein. Ein Jahr später entstand ein zweiter Trakt — mit Kapelle — um auch Patientinnen und Patienten des Berliner Franziskus-Krankenhauses aufnehmen zu können.
Seit 1947 ist das Haus ein Seniorenheim: das erste seiner Art in Schöneiche. Was seitdem geschah, lässt sich als Geschichte eines beharrlichen Weitermachens lesen — der Mauerbau 1961, die Sanierungen nach der Wiedervereinigung, der Dachgeschossausbau 2008. Heute bietet das Haus 56 vollstationäre Pflegeplätze sowie sechs barrierefreie Seniorenwohnungen, gelegen im Ortsteil Fichtenau, direkt am Goethepark und am Mühlenfließ. Der parkähnliche Garten mit seinem alten Baumbestand ist seit Jahrzehnten einer der prägenden Charakterzüge des Hauses.
"Schon in der Corona-Zeit haben wir - durch eine personelle Aushilfe - ersten intensiven Kontakt zu den Franziskanerinnen und dem Theresienheim geknüpft. Je besser wir das Haus kennenlernten, desto mehr bezauberte es uns: als wichtiger Anker für ältere Menschen in Schöneiche, mit seiner familiären Atmosphäre und seinem wunderschönen Garten. Wir sind sehr froh, es jetzt in unsere Caritas-Familie aufnehmen zu können - und freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Zukunft zu gestalten", so Bärbel Arwe, Geschäftsführerin Caritas Altenhilfe gGmbH
Was bleibt
Die 55 Mitarbeitenden — in Pflege, Küche, Wäscherei, Technik und Verwaltung — bleiben. Ebenso die vielen Ehrenamtlichen, die das Haus täglich mit Leben füllen: als Musikerinnen und Musiker, als Vorleserinnen und Vorleser, als Menschen, die einfach da sind. Für dieses Engagement sind alle im Haus dankbar — und neue Gesichter sind herzlich willkommen.
Die franziskanische Tradition, die dieses Haus seit seinen Anfängen prägt, soll auch unter dem neuen Träger lebendig bleiben: ob katholische und evangelische Gottesdienste, Andachten, Kirchliche Feiertage, Patronatsfest - St. Theresien bleibt auch in Zukunft ein Ort, an dem Glauben und Spiritualität Raum haben, offen für alle Menschen aus der Gemeinde. Die enge Verbundenheit mit Schöneiche, mit den Pfarreien, mit den Nachbarinnen und Nachbarn bleibt, ist weiter eine wichtige Grundsäule.
Das Caritas-Seniorenzentrum St. Theresien ist ein Ort, in dem Gemeinschaft kein Marketingversprechen ist, sondern gelebter Alltag seit einem Jahrhundert. Das ist das Erbe, das übergeben wird.