Passt wie angegossen

Ein Denkmal für den Namenspatron

Am Fuß der Statue windet sich eine Schlange

Wer sich die Figur des Heiligen St. Benedikt aus der Nähe anschaut, erkennt zunächst in seiner linken Hand die Regula Monachorum - Benediktus Ordensregel. Am Saum seines Gewands sitzt sein Glücksbringer, der Rabe. Der Überlieferung nach versuchten Skeptiker und Neider mehrfach ohne Erfolg, den Heiligen umzubringen. Das Unheil, vor dem der Rabe den Heiligen bewahrt hat, ist durch den daneben liegende Krug und die sich wie Gift daraus hervor windende Schlange dargestellt.

Papst VI ernannte Benediktus im Jahre 1964 zum ersten von heute insgesamt sechs Schutzpatronen Europas. Der Heilige sei ein ‚Pacis Nuntius‘  - ein Botschafter des Friedens in der Gemeinschaft und zwischen den Generationen, Vertreter der Gastfreundschaft, Schöpfer der Einheit mit der Bereitschaft zu Nachsicht und Geduld mit den Schwachen, Lehrmeister der Zivilisation, ein Bote des Glaubens, der Nächstenliebe, pastoralen Sorge und Begründer des westlichen Mönchslebens.

Während er nun im Garten des Seniorenzentrums der einst Schutz bietenden mittelalterlichen Stadtmauer den Rücken kehrt, fällt sein Blick sinnbildlich auf das Seniorenzentrum.

Auf einer der vielen Gartenbänke drum herum lässt sich gemütlich Platz nehmen und im Rückzug, wie St. Benedikt es als junger Geistlicher und Einsiedler praktizierte, die friedliche, besinnliche Ruhe genießen.

St. Benedikt im Garten des Seniorenzentrums vor der alten Stadtmauer

Mit dem Denkmal des Heiligen St. Benedikt wurde nun ein ganz besonderer Platz in diesem Garten geschaffen, an dem sich tagtäglich Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gäste des Hauses erfreuen. Zu verdanken ist das allein Schwester Klara. Der Seelsorgerin des Seniorenzentrums St. Benedikt war es seit langem ein Anliegen, dem Namenspatron des Hauses ein physisches Denkmal zu setzen. Sieben Jahre lang sammelte sie auf Festen, Feiern und Veranstaltungen des Zentrums für den wohltätigen Zweck. Als nun schließlich ausreichend Geld zusammengetragen war, wurde  Künstler und Steinhauer Markus Gläser mit dem Anfertigen der Skulptur beauftragt.

Im Sommer wurde das in Stein gegossene Kunstwerk feierlich von Pfarrer Patzelt aus der benachbarten Pfarrgemeinde ‚Heilige Dreifaltigkeit‘ enthüllt und gesegnet.