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| 11.09.06 Was bleibt unterm Strich? Ausstellung „Die Kunst des Alterns“ der Caritas Altenhilfe GGmbH.
Ausstellung Die lebensgroße Bronzeskulptur in der Ausstellung „Die Kunst des Alterns“ stammt von der Bildhauerin Maja Smoltczyk und wurde als bestes Werk prämiert. Der Ort – eher ungewöhnlich, aber durchaus passend – ein Haus der Caritas Altenhilfe GGmbH in Alt-Lietzow 31, Berlin-Charlottenburg. Wo vor kurzem ein Kinderheim geschlossen werden musste, wird künftig ein Seniorenzentrum entstehen. Und für den Moment? Als Zwischennutzung bis zum 24. November 2006 eine Kunstausstellung, die sensibilisieren soll für den Umgang mit dem Altern. Entgegen der Vorstellung hier auf Bilder von Menschen zu stoßen, die sich am Ende ihres Lebens ausschließlich mit der Mühsal ihres Körpers herumschlagen müssen, findet man eine Ausstellung vor, die leise und bescheiden daherkommt, jedoch die gesamte Bandbreite der möglichen Auseinandersetzung mit dem Thema zeigt. So hat beispielsweise Maja Smoltczyk lange überlegt, ob man einen alten Menschen wirklich nackt darstellen kann: „Ein alter Mann, der so in sich ruht und so selbstbewusst dasitzt, kann sich auch so zeigen.“ Gelungen kann man behaupten – in ihrer Skulptur drückt sich aus, was wir uns für das Alter wünschen: Gesundheit, Selbstbestimmung, Würde, Gelassenheit. Motivation und Idee Den Menschen ganzheitlich sehen ist das Anliegen der Caritas Altenhilfe GGmbH: „Unser Ziel ist, das christliche Menschenbild zu vermitteln, den alten Menschen in seiner Gesamtheit, mit seinen Gebrechen und mit seinen Fähigkeiten zu respektieren,“ beschreibt Geschäftsführer Dr. Raimund Haje Motivation und Idee der Ausstellung. „Unter dem Dach der Caritas (lat. Nächstenliebe) wollen wir die Würde des alten Menschen zurückholen in das gesellschaftliche Bewusstsein durch eine individuelle Auseinandersetzung.“ Hintergrund und Werke
Künstler stellen die Fragen, die unsere Gesellschaft tabuisiert. Oder befreien eingefahrene Denkmuster. Der Künstler Sebastian Grätz beschäftigt sich mit den Zeichnungen des Lebens – den Falten. Im allgemein gültigen Schönheitsideal als Makel abgeurteilt erstellt er Portraits von Falten und verknüpft diese mit den Lebensgeschichten seiner Modelle. So entstehen Wechselwirkungen zwischen tatsächlich Erlebtem und den Spuren, die dieses im Gesicht hinterlassen hat. „In meiner Kunst verarbeite ich oftmals ein Unverständnis,“ sagt er mit einem jungenhaften Lächeln. „Eine glatte Hautoberfläche ist heutzutage gleichbedeutend mit Jugend und Schönheit. Dabei ist es viel schöner, wenn sich das gelebte Leben auch im Gesicht eines Menschen widerspiegelt.“ Die Kunst wird in dieser Ausstellung mit den über fünfzig teils mehrteiligen Werken zu einer Art Wegweiser und der Künstler ein Weggefährte für die Annäherung an das existentielle Thema des Alterns. Die Ausstellung „Die Kunst des Alterns“ kann montags bis freitags zwischen 13 und 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr in Alt-Lietzow 31, Berlin-Charlottenburg, besucht werden. Begleitend ist ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Ausstellung geplant. Ab Dezember 2006 wird die Ausstellung in Teilen im Rahmen einer Wanderausstellung in den Einrichtungen der Caritas Altenhilfe GGmbH zu sehen sein. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm erhalten Sie unter der Servicenummer 030 34001111 oder www.caritas-altenhilfe.de |
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