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Dezember 2008
Von Bildern, die Geschichten erzählen - oder:
Jeder Mensch hat einen Namen.
Bewohner posieren für Kalender und Ausstellung.
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Die Initialzündung für diesen Kalender gab eine derzeit in den Einrichtungen der Caritas Altenhilfe GGmbH durchgeführten Weiterbildung „Altenheimseelsorge“, an welcher Mitarbeiter/innen aller Hierarchieebenen, konfessionell gebunden und konfessionslos teilnehmen und gemeinsam erarbeiten, welche Bedeutung das Wort „Seelsorge“ (für die Seele sorgen) in der Praxis des Heimalltages für uns hat. „In unserem Haus, dem St. Johannes Berlin, wollten wir uns in diesem Zusammenhang verdeutlichen, dass hinter jedem Namen ein Mensch mit einer eigenen Geschichte steht, die wir als Mitarbeiter/innen mit Achtung und Respekt in unsere Arbeit integrieren wollen,“ erklärt Pflegedienstleiter René Bollerey. „Wir überlegten uns eine Methode, wie wir auch mit Bewohner/innen, die sich nicht mehr gut ausdrücken können ins Gespräch kommen könnten.“ Gesprächsgrundlage wurden „Bilder von früher“ über die wir uns ausgetauscht haben – manchmal auch ohne viele Worte. So konnten wir mehr über die Geschichte unserer Bewohner/innen erfahren, über ihre Vorlieben etc. Daraus entwickelte sich das Motto für unser Bilderprojekt „Jeder Mensch hat einen Namen“.
Mit Bildern von verschiedenen Lebensabschnitten der Bewohner/innen versuchten die Mitarbeiter, die Geschichte Einzelner zu erzählen und sie für die Besucher des Seniorenheimes und für die andere Mitarbeiter sichtbar zu machen. Hierfür wurden Fotos von der Einschulung, Erstkommunion, Konfirmation, Heirat, Familie und aktuelle Portraits ausgewählt und ausgestellt.
Rene Bollerey: „Die zweite Bilderserie zeigt unsere Bewohner im Stil der 20er Jahre. Wir hatten zusammen viel Spaß beim Verkleiden und Posieren. Trotz Anstrengung war es etwas sehr Besonderes.“
Bestellung des Kalenders "Jeder Mensch hat einen Namen 2009" unter der Telefonnummer: 030 263932-0
Rückmeldungen zur Ausstellung:
Fr. Magdalena Beckamp (1914 Geb./ Bewohnerin) strahlt, wenn sie von den Fotos spricht: „Ich schaue mir die Bilder immer gern an...und kann nicht verstehen, wenn an der Fotoausstellung jemand ohne Interesse vorbeigeht und die Bilder nicht beachtet."
Herr Hasso Liersch (1934 Geb./ Bewohner): "Die Bilder sind spitze! Wenn ich mal nicht mehr da bin, kannst du mich immer noch auf den Bildern sehen. Hoffentlich bleiben die da noch eine Weile hängen."
Herr Thomas Witte (Pflegehilfskraft): "Als ich gehört habe, dass es ein Projekt gibt mit dem Titel "Jeder Mensch hat einen Namen" konnte ich mir erst nichts darunter vorstellen. Jetzt, wo ich die Fotos/Bilder dazu sehe, finde ich den Titel sehr passend. Jedes Bild strahlt eine Einzigartigkeit aus. Es ist einfach schön."
Frau Deutsch (Angehörige): "Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich die Bewohner/innen auf den Bildern (Verkleidungsbilder) sehe. Sie sind so ganz anders als man sie auf der Etage erlebt und trotzdem spiegeln sie jeden Einzelnen in seiner Person wider."
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