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16.10.2009
Pflegebedürftigen Angehörigen auf neue Weise nahe sein
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Viele Angehörige von Pflegebedürftigen befürchten, dass sie ihrer Verantwortung nicht mehr genug nachkommen, wenn sie die zu Pflegenden in die professionellen Hände eines Pflegeheimes geben. Die Folge sind oft Schuldgefühle. Dabei gewinnen sie durch diesen Schritt vor allem eines: Zeit. Zeit sich wieder emotional einzulassen, Zeit für Zuwendung – denn die Pflege machen ja nun andere. Ein Beispiel hierfür ist Dr. Werner Jacob.
Seit 2007 wohne seine Frau nun im Seniorenzentrum Stella Maris in Heringsdorf. Sie leidet an Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium. 5 Jahre hat der heute 85-Jährige selbst gepflegt. Irgendwann konnte er seiner Frau jedoch nicht mehr die richtige Versorgung bieten. „Ich habe mir viele Häuser angeschaut und mich ganz bewusst für das Caritas-Seniorenzentrum Stella Maris entschieden. Als ich das Haus das erste Mal betreten habe, hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Bei so einer Entscheidung sollte jeder sein Bauchgefühl sprechen lassen.“ Ihm gefiel die gemütliche maritime Atmosphäre. Er beobachtete, wie rührend sich alle Pflegekräfte und Mitarbeiter um die Bewohnerinnen und Bewohner kümmerten. „Hier sollte meine Frau einziehen,“ berichtet Werner Jacob. Auch entscheidend war für ihn, dass das Haus vor knapp 10 Jahren nach den neuesten Standards gebaut wurde. Die fachliche Qualität ist durch externe Prüfungen bescheinigt. Besonders gut gefällt ihm, dass seine Frau ihr Zimmer mit persönlichen Möbelstücken einrichten konnte. Viele mitgebrachte Stücke können eine Geschichte erzählen. „Wir fühlen uns ein bisschen, wie in unserem eigenen Wohnzimmer.“
Mit dem Einzug seiner Frau gab er die Verantwortung für die körperliche Versorgung ab – übernahm jedoch gleich eine neue Verantwortung: „Ich bin Heimbeiratsmitglied. Es ist mir wichtig, auf das Leben im Heim Einfluss nehmen zu können.“ Im Seniorenheim Stella Maris gäbe es viel Geselligkeit, niemand müsse alleine sein.
Hinzu kämen täglich viele verschiedene Angebote zu Aktivitäten. „Ich komme meine Frau jeden Tag besuchen und begleite sie bei den Mahlzeiten und bei den Angeboten im Haus.“ Auch wichtig wäre ihm der Austausch mit den Mitarbeitern aber auch mit anderen Angehörigen und den ehrenamtlichen Helfern. „Durch die Entscheidung für dieses Pflegeheim kann ich meiner Frau auf eine andere Weise wieder nahe sein und etwas für sie tun. Ich merke, dass uns das beiden gut tut.“
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