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12.01.2009
Caritas schließt Lücke in der Betreuung von demenziell Erkrankten
BERLIN – Am 12. Januar 2009 eröffnet der Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., in Kooperation mit der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH, in der Koloniestraße 115, 13359 Berlin, eine neue Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen. Prälat Karl Jüsten, Leiter des katholischen Büros der Deutschen Bischofskonferenz, wird ab 17:00 Uhr die Einweihung vornehmen.
Der Bedarf für Angebote für demenziell erkrankte Menschen wächst ständig. In der Bundesrepublik sind ca. 1.7 Millionen an verschiedenen Formen von Demenz erkrankt. Zwischen 70 und 74 Jahren ist bereits jeder Zehnte betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit weiter an. „Die Lebensform einer Wohngemeinschaft ermöglicht Menschen mit einer demenziellen Erkrankung, so individuell wie möglich zu leben“, sagt Franz-Heinrich Fischler, Direktor des Caritasverbandes. Dennoch haben sie Tag und Nacht die Sicherheit, bei Bedarf durch Pflegekräfte versorgt zu werden, sagt Fischler. Die Kosten für die ambulante Versorgung werden in der Regel von der Pflegekasse oder vom Bezirksamt übernommen.
Das von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft renovierte Haus bietet eine behindertengerechte 330 qm große Wohneinheit, in der jeder sein eigenes Zimmer mietet. Ess- und Gemeinschaftsräume werden gemeinsam genutzt. In die neue Wohngemeinschaft werden neun Bewohner einziehen, die nicht mehr in der Lage sind alleine zu leben, aber auch nicht in ein Pflegeheim ziehen möchten.
Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft ist der größte katholische Bauträger in Deutschland. Sie bewirtschaftet in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Berlin mehr als 24.000 Wohneinheiten, in der Mehrzahl Sozialwohnungen. In Kooperation mit dem Caritasverband will die Aachener dazu beitragen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene neue Wohnlösungen zu schaffen, die den verändernden Bedürfnissen gerecht werden. Für interessierte Journalisten werden auch Fachleute der Caritas für Fragen zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen: Ute Przypadlo - Tel.: (030) 666 33 12 92
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